Hallux Rigidus

Beim Hallux Rigidus liegt ein Verschleiß des Großzehengrundgelenkes vor. Dies ist der wesentliche Unterschied zum Hallux Valgus, der in der Regel durch eine Fehlstellung der Großzehe mit Abweichung nach außen geprägt ist. Beide Krankheitsbilder können aber auch in Kombinationen vorliegen.

Das klinische Erscheinungsbild des Hallux Rigidus ist sehr unterschiedlich. Die eingeschränkte Beweglichkeit im Grundgelenk der Großzehe bzw. ihre Rigidität muss nicht unbedingt schmerzhaft sein. Sollte dies aber der Fall sein, können einfache Dinge in der Regel helfen. Empfehlenswert ist eine relativ steife Fußsohle im Schuh, die den Schmerz beim Abrollvorgang reduziert.

Ballenrolle
Rigidusaussparung Patienten sagen deswegen schon oft selbst, dass zum Beispiel beim Tragen von Wanderschuhen oder Trekking Schuhen deutlich weniger Probleme bestünden.

Hilfreich ist auch eine Einlagenversorgung. Sie hat das Merkmal einer Rigidusfeder, die ebenfalls die Kräfte und damit die Schmerzen beim Abrollvorgang verringert. Orthopädische Schuhzurichtungen können unterstützend wirken.

Rigiduseinlage

Vielen Patienten kann man auf diese Weise helfen. Beim Versagen der üblichen Hilfsmittel, kann auch eine Operation ins Auge gefasst werden.

Abhängig vom Schweregrad des Verschleißes kommen hier gelenkerhaltende Eingriffe in Frage. Daneben gibt es auch einen künstlichen Gelenkersatz oder die Versteifung des Großzehengrundgelenkes, bei der die Beweglichkeit durch das Großzehenendgelenk kompensiert wird.

Auch dies führt zu sehr guten Ergebnissen.

Dr. Kay -Uwe Hoffmann
Leitender Arzt Fußchirurgie
Facharzt für Orthopädie
Sportklinik Hellersen