Der Ballenhohlfuß

Der Hohlfuß beschreibt eine Fehlstellung des Fußes mit einer verstärkten Ausprägung der inneren Fußwölbung. (Bild 1) Beim Ballenhohlfuß kommt eine Steilstellung des 1. Strahles am Fuß hinzu. Unbelastet steht die vordere Auftrittsfläche des Fußes tiefer als der Rückfuß. Gleichzeitig wird er oft von Zehenfehlstellungen wie Krallenzehen und Klauenzehen begleitet.

In einer nicht geringen Anzahl ist die Ursache des Hohlfußes unbekannt. Eine familiäre Häufung wird diskutiert. Sehr häufig findet man allerdings neurologische Gründe. Die Deformität des Hohlfußes ist aber immer Folge eines Muskelungleichgewichtes das zu veränderten Bewegungsabläufen und Bodenreaktionskräften führt. (Bild 2)

Die mildeste Form des Hohlfußes ist der hochgesprengte Fuß. Er zählt als Normvariante und ist in der Regel nicht behandlungsbedürftig. Ausgeprägtere Formen mit Ruhe –und Belastungsbeschwerden können zunächst einer Einlagenversorgung zugeführt werden. (Bild 3) Ziel ist es die innere Fußwölbung zu strecken und die Belastungsspitzen im Bereich der Mittelfußköpfchen und am Fußaußenrand abzudämpfen. Da Patienten mit einem Hohlfuß auch gerne umknicken sollte man dies ebenfalls berücksichtigen.

In diesem Zusammenhang haben sich gerade bei der flexiblen Form des Hohlfußes spezielle sensomotorische Einlagen bewährt. (Bild 3) Bei stärkeren Fehlstellungen in Verbindung mit Zehendeformitäten muß auch an die Versorgung mit einem konfektionierten orthopädischen Schuh gedacht werden. (Bild 4)

Nicht zu beherrschende Deformitäten können einer Operation zugeführt werde, setzen aber eine entsprechende Erfahrung des behandelnden Arztes voraus. In der Regel beginnt man hier mit der Korrektur der Zehenfehlstellungen.

Dr. Kay -Uwe Hoffmann
Leitender Arzt Fußchirurgie
Facharzt für Orthopädie
Sportklinik Hellersen